Making Of

1. Alles beginnt mit einer Idee. Und dafür habe ich immer mein kleines rotes Notizbüchlein bei mir. Ideen für Strips kommen beim Autofahren oder vor dem Einschlafen. Manchmal muss ich deshalb rechts ranfahren oder noch mal das Licht anknipsen. Das Aufschreiben ist eine Gewohnheit, die ich mir angeeignet habe, nachdem viele Ideen verlorengegangen waren, weil ich dachte: Der Gag ist so gut, den kannst du nicht vergessen!
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2. Wenn die Idee ausgereift ist, fange ich an, den Dialog in die vorgefertigten Panels einzufügen. So sehe ich wieviel Platz er einnimmt. Hier bastel ich ’ne Weile rum – verschiebe und kürze. Für die Typo verwende ich eine Schriftart, die ich aus meiner Handschrift erstellt habe.
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3. Ich füge die Sprechblasen ein und skizziere die Positionen der einzelenen Figuren mit einem sehr hellen Blau. Das ganze drucke ich auf einen 50 cm breiten und 30 cm hohen Bristol-Karton aus.
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4. Mit einem hellblauen Polychromos Stift zeichne ich nun die Pencils. Diese Phase macht am meisten Spaß, denn hier zeichne ich die Posen, die Gestik und Mimik der Figuren und kann mich an den Details auslassen.
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5. Für das Inken benutze ich einen Pentel Pinselstift und für die Linien, die eine gleichmäßige Stärke haben sollen, verschiedene Fineliner.
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6. Ich scanne die Zeichnung ein und ändere mittels Tonwertkorrektur und Selektive Farbkorrrektur die Farben so, dass das Blau komplett verschwindet. Im Photoshop ändere ich auch noch ein paar Details oder Stellen, die mir noch nicht so gefallen.
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7. Mit dem Füllwerkzeug füge ich die Farben ein und zum Schluss lege ich noch eine Textur über den Strip, um einen leichten Wasserfarben-Touch zu bekommen.
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