Liebe K.,

vor vielen Jahren zeigtest Du mir, dass Du mich nicht mochtest und ich glaubte Dir. Und Du glaubtest nicht an mich und lachtest mich aus. Das nahm ich ernst.

Und so entschied ich mich eines Tages, Dich nicht zu lieben und mich in mein kleines Schneckenhaus zu verkriechen. In all den Jahren gab es nur wenige kurze Momente, in denen sich unsere Seelen wundersam berührten. Schließlich trennten sich unsere Wege.

Doch heute gibt es nichts, was wir einander vergeben müssten, denn wir waren Kinder und zu jung, um die Tragweite unserer Entscheidungen verstehen zu können.

Manchmal träume ich von Dir, meine beste fremde Freundin. Ich hoffe, es geht Dir gut.

J.